Zum Inhalt springen

FAQ

Wie installiere ich Anwendungen aus den 'Ports'?

Die Ports sind eine der beiden Möglichkeiten auf den Managed-Root-Servern eigene Programme aus einer Vielzahl (z.Zt. ~25.000) von vorbereiteten Paketen zu installieren.

Grundsätzlich empfehlen wir zur Installation von Anwendungen die Nutzung des pkg Paketmanagers

WICHTIG! Bitte beachten Sie, dass auch die Installation von Ports eine Installation als root Benutzer darstellt und Sie dies nur tun sollten, wenn Ihnen die möglichen Seiteneffekte bekannt sind. Im Zweifel stellen Sie bitte vor der Durchführung eine Anfrage zur Hilfe an unseren Support!

Ports ist eine Sammlung von vielen Anwendungen, die teilweise auch nicht über den binary Paketmanager pkg zu installieren sind. Dies kann verschiedene Gründe haben. Deshalb ist es oft sinnvoll nicht nur mit 'pkg search' nach der Verfügbarkeit einer Anwendungen zu suchen, sondern auch in den Ports. 

Da unsere Managed-Root-Server OS ein sog. FreeBSD-Abkömmling ist, können alle Pakete von FreeBSD auch auf diesen Servern installiert werden. Daher bietet sich die Suche in der entsprechenden Datenbank an:

http://www.freebsd.org/cgi/ports.cgi

Finden Sie eine gewünschte Anwendung, so wird auch immer die zugrhörige 'Categorie' angezeigt, nach der die Anwendungen unter den Ports sortiert sind. Eine Suche nach nginx zeigt z.B.:

 

 

Wir können also sehen, dass die 'Categorie' hier 'www' heisst und die Anwendung 'nginx-1.4.7_1,2'. Um nun zu erfahren, wo genau sich diese Version innerhalb der Ports (/usr/ports) befindet, können wir direkt auf den Link hinter 'nginx-1.4.7_1,2' klicken. Auf der folgenden Seite finden wir viele Dinge, die für uns vollkommen uninteressant sind, aber auch der sog. 'head-Pfad' - bei nginx-1.4.7 wie folgt: '/head/www/nginx'.

 

 

Aus den letzten beiden Teilen des Pfads 'www/nginx' können wir den vollen Pfad unter den Ports für diese Anwendung ermitteln: '/usr/ports/www/nginx'. Damit haben wir die benötigten Information, um diese Anwendung jetzt auf unserem Server zu installieren.

 

Installation

Aus den Ports wird eine Anwendung neu kompiliert, fast als würde man sie direkt aus den Quellen kompilieren.

Der entscheidende Unterschied ist aber, dass die Quellen bereits an das System angepasst wurden und die sonst üblichen Konfigurationensparameter (Optionen) über ein komfortables Interface ausgewählt werden können.

Ein wichtiger Vorteil gegenüber dem 'pkg' Paketmanager ist die Möglichkeit zur Anpassung der besagten Optionen und des Installationspfades. Auch wenn hier eigentlich immer(!) die Vorgabe '/usr/local' genutzt werden sollte, ist z.B. für eine parallele Installation von PHP-CGI Versionen die Anpassung sehr sinnvoll. So könnte eine PHP5.3 unter '/usr/local/php-cgi53' und eine php5.4 unter '/usr/local/php-cgi54' installiert werden. Module und .ini Dateien würden sich dann passend zur jeweiligen Version im gleichen Pfad mit den binaries befinden und somit gut pflegbar sein.

Der einfachste und auch gebräuchliste Weg eine Anwendung aus den Ports zu installieren ist die folgende:

make install clean

Aus dem jweiligen Anwendungsordner unter /usr/ports - in unserem Beispiel '/usr/ports/www/nginx' - rufen wir folgendes Kommando auf:

make install clean

Bei vielen Anwendungen (nicht allen) bekommen wir nun die Möglichkeit gewünschte Optionen auszuwählen (in der entsprechenden Zeile mit der Leertaste das [x] aktivieren oder [ ] deaktiveren):

 

 

Haben wir alles ausgewählt (oft kann man die ursprünglich angebotene Auswahl ohne Änderungen übernehmen), wählen wir mit 'return' das < OK > aus und lassen den Installer fortfahren. Bitte beachten Sie, dass es je nach Auswahl zu weiteren Bildschirmen mit Auswahlen kommen kann, wenn weitere Voraussetzungen installiert werden müssen. Das Installationsystem kümmert sich selbst darum, welche noch benötigt werden. Ähnlich wie beim 'pkg' Paketmanager.

Am Ende der Installation zeigt der Installer für die installierte Anwendung oftmals Hinweise an, die gelesen werden sollten. 

 

 

Der Hinweis, dass ein Netzwerk-Server immer ein potientielles Risiko darstellt wird bei jedem Programm angezeigt, dass in der Lage ist sich mit anderen Rechner im Internet zu verbinden und stellt keine besondere Warnung dar. Falls man aber eine Anwendung installiert, von der man nicht wusste, dass sie dies macht, hat man nochmal einen Hinweis evtl. ensprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Im Falle des nginx ist es aber die ausdrücklich gewünschte Eigenschaft ;)

Da es sich beim nginx um einen Dienst handelt, der bei einem Neustart des eigentlichen Servers auch automatisch neu starten soll, gibt es ein startup script, das hier genannt wird. In der zentralen rc.conf des Servers können Sie den automatischen Start aktivieren.

Damit die Shell eine neu installierte Anwendung auch findet, müssen Sie direkt nach der Installation auf der Konsole 'rehash' eingeben.

 


Zurück

Sie brauchen Hilfe?

0421 4089-000